• Botox, Numbness und der Aufstieg weiblicher Ausdruckslosigkeit
    Jul 15 2026
    Alles zum aktuellen Sponsoring und den aktuellen Rabattcodes und Aktionen [findest du hier.](https://linktr.ee/feuerundbrot) Unterstützt uns auf Steady: https://steady.page/de/feuerundbrot/about "Botox ist die bessere Hautcreme" hat Ikkimel letztens gesagt. Damit spricht sie aus, was schon längst zu spüren ist: Minimalinvasive Schönheitseingriffe - sogenannte "Twaekments" sind mittlerweile vollkommen normalisiert. Die Industrie boomt, die Kundschaft wächst und wird dazu auch noch immer jünger. Millenials geben besonders viel Geld für Tweakments aus, aber auch viele GenZler lassen sich bereits Botox spritzen. Nur: Botox ist eben keine optimierte Hautcreme, sondern ein Nervengift, das die Bewegung der Muskeln einschränkt oder vollkommen verhindert. Und das hat mehr Effekte als allein eine geglättete Haut. Wer seine Gesichtsmuskeln nicht bewegen kann, hat auch weniger Zugang zu seinen Emotionen, das zeigen Studien. In einer überfordernden und krisengebeutelten Welt klingt gerade das für manche allerdings verlockend. Wohl nicht zufällig geht mit den steigenden Eingriffen ein neuer ästhetischer Trend einher: Vor allem junge Frauen schauen vermehrt ausdruckslos in Kameras, lächeln weniger und schmollen mehr - Gesichtsausdrücke, die unter dem Namen "Gen Z Stare" und "Gen Z Pout" im Netz diskutiert und nachgeahmt werden. Was steckt hinter diesem ausdruckslosen Ausdruck? Eine feministische Verweigerung gegenüber der an Frauen gestellten Anforderung immer lieb, freundlich und nett zu sein? Oder sieht man hier nicht viel mehr die Effekte von Botox und die sich verbreitende Unfähigkeit Emotionen zu zeigen? Ist das blanke Starren und Schmollen als rebellisch zu verstehen oder ist es nicht viel mehr ein Zeichen von Resignation und Gleichgültigkeit? Fest steht: Der Botox-Boom ist mehr als nur ein Schönheitstrend, er ist auch ästhetische Untermalung, Reaktion und Weiterführung einer wiederaufkommenden gesellschaftlichen Gefühlslosigkeit und eines Taubheitsgefühls - und das ist nicht ungefährlich. Was ist das also für eine Welt, in der immer mehr Menschen bereitwillig ihre Gesichtsmimik drangeben, im Namen der Schönheit? Wir denken drüber nach, hört rein.
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    1 hr and 16 mins
  • Es gibt kein "kinderlos" in einer solidarischen Gesellschaft
    Jul 1 2026
    Alles zum aktuellen Sponsoring und den aktuellen Rabattcodes und Aktionen [findest du hier.](https://linktr.ee/feuerundbrot) Maxi hat heute einen Hot Take mitgebracht, der auf TikTok gerade heiß diskutiert wird: Niemand ist wirklich "kinderlos". Beziehungsweise gibt einem die Entscheidung, keine eigenen Kinder in die Welt setzen zu wollen, kein Recht auf eine komplett kinderfreie Welt. Gerade in einem solidarischen Miteinander könnte alles so viel schöner sein, wenn jede*r ein bisschen über den eigenen Tellerrand schaut und Kinder nicht zur ungewollten Minderheit gemacht werden. Es ist kein Flex, Kinder scheiße zu finden. Kinder werden politisch vergessen, benachteiligt, und sind besonders vulnerabel angesichts der Krisen, die gerade auf uns alle zukommen. Und gleichzeitig fragt man sich: Warum ist es gefühlt gerade in Deutschland so besonders schlimm? Warum werden Kinder politisch so weit hinten angestellt, sodass Leute logischerweise, auch aus finanzieller Not, keine Lust mehr haben, sie großzuziehen? Es gab schließlich mal so etwas wie den Generationenvertrag. Es braucht Kinder, damit alles weitergeht. Sie sind – so kitschig das klingt – die Zukunft. Und viele scheinen zu vergessen, dass sie selbst mal Kinder waren, und schauen genervt weg, wenn Kinder sich irgendwo bemerkbar machen. Wobei uns natürlich klar ist, wer diese Art von Fürsorge und Mitarbeit meistens schon übernimmt. Nämlich Frauen, na klar. Wer die Hände frei hat und noch Platz im Rucksack, kann jedenfalls gerne mit anpacken.
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    36 mins
  • Lena Dunham und GIRLS: Missverstanden, genial oder overhyped?
    Jun 15 2026
    "Irgendwann reden wir auch nochmal über GIRLS”, das sagen wir gefühlt seit hundert Folgen, und hey, jetzt ist es endlich soweit. Die Serie, die von 2012 bis 2017 auf HBO lief und von Lena Dunham ins Leben gerufen wurde, hat uns in unseren Zwanzigern besonders geprägt. Vier junge Frauen im Zentrum, deren Probleme — trotz des Settings in der New Yorker Mittelschicht — relatable waren wie wenig vorher. Seltsame Begegnungen mit Männern, ein dynamisches Auf und Ab in Freundinnenschaften und die scheinbar auswegslose Suche nach dem richtigen Karriereweg. So hatte man das tatsächlich noch nie gesehen. Die breite Masse nahm die Serie unterschiedlich auf, und gerade Schöpferin und Hauptdarstellerin Lena Dunham wurde zur Projektionsfläche: It Girl, Millennial-Ikone, „Stimme einer Generation”. Ganz schön viel auf den Schultern einer Mittezwanzigjährigen. Und dann war da noch die Kritik: Die Show ist zu weiß und selbstzentriert, genauso wie Dunhams Feminismus. Im April 2026 hat Lena Dunham ihr Memoir Famesick veröffentlicht und schildert darin, wie sie diese Zeit erlebt hat, wie ihr Körper zum Schlachtfeld wurde, wie eine chronische Erkrankung und umstrittene Aussagen sie immer mehr in die Isolation trieben. Seit letztem Jahr entdecken TikTok und Gen Z Girls gerade neu und feiern es. Wir schauen drauf: Wie ordnen wir die Serie heute ein? Und ist Lena Dunham ein missverstandenes Genie der Satire oder total überbewertet? Jetzt reinhören, überall wo es Podcasts gibt.
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    1 hr and 15 mins
  • Original Thoughts: Wie wir das denken nicht verlernen - Die Kurze im Juni
    Jun 1 2026
    Hand aufs Herz: Wer von euch kann selbstbewusst seine eigene Meinung oder Gefühle zu etwas kundgeben, ohne sich vorher im Internet nachzuschauen, was andere von der Sache halten oder eine K.I. zu konsultieren? Uns ist aufgefallen, dass man heute fast automatisiert die Haltung oder Analysen anderer übernimmt, ohne sich zu fragen, ob man selbst wirklich genauso sieht. Woran liegt das? Vielleicht ist es die Mischung aus Informationsüberfluss, Angst vor Shitstorms und Brain Rot, die das selbst Denken immer schwerer erscheinen lässt. In dieser Folge sprechen wir darüber, wieder anfangen kann selbst zu denken und die Angst verliert, für seine eigene Meinung ausgelacht oder gecancelt zu werden.
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    34 mins
  • Arbeitstitel, Cover, Kill your Darlings - Alice über das Schreiben von "Anti Opfer"
    May 15 2026
    Alles zum aktuellen Sponsoring und den aktuellen Rabattcodes und Aktionen [findest du hier.](https://linktr.ee/feuerundbrot) Ende Mai ist Alice drittes Buch erschienen: "Anti Opfer - Warum wir Verletzlichkeit verachten". Es ist eine Gegenwartsanalyse über eine neu aufkommende Härte und das schwindende Interesse an sozialer Gerechtigkeit. In dieser Folge geht es aber vor allem um den Schreibprozess: Wie kommt es von der Idee zum Text, wie findet man den richtigen Titel und das richtige Cover? Was fliegt raus und was bleibt drin - und wie fängt man überhaupt an? Ein kleiner Deepdive in Alice Schreibprozess
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    1 hr and 9 mins
  • Catch Up Culture - Freundschaften von Update zu Update
    May 1 2026
    Alles zum aktuellen Sponsoring und den aktuellen Rabattcodes und Aktionen [findest du hier.](https://linktr.ee/feuerundbrot) Wer kennt es nicht: Man verabredet sich mir einer Freundin, die man seit Wochen nicht mehr gesehen hat und tauscht sich dann innerhalb von zwei Stunden über Trennung, Beförderungen, Schwangerschaften oder andere Wendepunkte im Leben aus. Auch wenn diese Gespräche viel Spaß machen können, bleibt doch manchmal ein merkwürdiges Gefühl zurück, weil deutlich wird, wie sehr man aneinander vorbei lebt. Viele Freundschaften begleitet man nicht mehr aktiv, sondern man hält sie durch Coffee-Dates aufrecht, wo man das Leben der anderen aufsaugt, wie eine Folge aus seiner Lieblingsserie. Doch man erlebt nicht mehr gemeinsam und so fallen viele Elemente einer Freundschaft weg. Wie kommt man raus aus dieser Catch-Up-Culture? Oder ist es vielleicht gar nicht so schlimm, Freundschaften so zu führen?
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    29 mins
  • Gender Sleep Gap - Warum Schlaf so politisch ist
    Apr 15 2026
    Alles zum aktuellen Sponsoring und den aktuellen Rabattcodes und Aktionen [findest du hier.](https://linktr.ee/feuerundbrot) Maxi hat Schlafprobleme. Insomnie mit Tagsüber-Beeinträchtigung nennt man das, und damit ist sie nicht alleine. Jede zehnte Person in Deutschland leidet unter chronischen Ein- oder Durchschlafstörungen. Kapitalismus und Wellness-Industrie wollen uns das als Privatproblem verkaufen, mit etlichen Produkten, die dabei helfen sollen, endlich wieder zu entspannen. Dabei ist Schlaf immer schon ein politisches Thema gewesen. Wer kann sorglos schlummern? Wer kann sich erholen? Wer kümmert sich um andere, arbeitet im Schichtdienst, schläft deshalb weniger? Und wer gilt bei zu viel Schlaf schnell als faul, wer hat ihn sich verdient? Wir schauen auch auf den Schlaf in der Popkultur: Bücher, die von Frauen handeln, die ins Bett gehen und nicht wieder aufstehen, gibt es mehrere. Im Film dagegen verliert der Mann schlaflos den Verstand, daraufhin wird er für sich und andere zur Gefahr. Doch auch im echten Leben, kann es für alle gefährlich werden, die sich nie erholen können. Die Amerikanerin Tricia Hersey hat deshalb das Nap Ministry gegründet. Ihre Forderung: Nickerchen für alle. Denn Schlaf ist Widerstand. Alle brauchen Erholung von diesem erschöpfenden System, besonders in diesen Zeiten.
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    1 hr and 18 mins
  • Alpine Divorce: Wenn Männer ihre Frauen am Berg zurück lassen - Die Kurze
    Apr 1 2026
    Alles zum aktuellen Sponsoring und den aktuellen Rabattcodes und Aktionen [findest du hier.](https://linktr.ee/feuerundbrot) "Alpine Divorce" - so nennt das Internet es ironisch und ein wenig zynisch, wenn Partnerinnen von Männern auf gefährlichen Berg- und Wandertouren zurückgelassen werden. Denn das ist offenbar ein Ding. Aber was erst einmal wie die Unfähigkeit anmutet, vernünftig und aufrichtig eine Beziehung zu beenden, kann in manchen Fällen tödlich ausgehen. Und es gibt Gemeinsamkeiten, die sich nicht nur auf romantische Beziehungen beschränken. Auf Nachfrage hin häufen sich nämlich die Berichte von Frauen, die als Kind, Freundin oder Partnerin von ihren Vätern, Männern oder Freunden in Extremsituationen zurückgelassen wurden. Auch wenn meist wohl keine Tötungsabsicht besteht, so ist es doch zumindest Ignoranz, Leichtsinn oder Selbstüberschätzung, die dieses Phänomen verbindet. Oder ist es die fehlende Bereitschaft, wirkliche Care-Arbeit für jemand anderen zu übernehmen? Wir schauen uns an, warum sich dieses Muster so oft wiederholt und was es uns über Verantwortungsverteilung und die Unterschiede in der Geschlechtersozialisation verrät.
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    25 mins